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Standpunkt
Nach der gescheiterten Vermarktung der Kleinen Höhe als Gewerbegebiet soll die Fläche jetzt als Villenwohngebiet die Löcher im Haushalt stopfen.
Auch ein gehobenes Wohngebiet Kleine Höhe birgt einiges an Konfliktpotenzial, wenn es um EU-Richtlinien für Baumaßnahmen im Quellbereich von Gewässern geht. Alle ökologischen Argumente gegen ein Gewerbegebiet sprechen genauso gegen ein Wohngebiet dort. Ferner kann die Stadt diese Fläche nicht vermarkten, ohne vorher Geld in die Hand zu nehmen, denn die ganze Planungskaskade über LEP, GEP, FNP, Bebauungsplan, Gutachten, etc. muss wieder ablaufen.
Wie sieht es mit der Nachfrage aus? Wie viele Bauherren sind interessiert an einem Bauplatz auf hydrologisch derart problematischem Untergrund?
Wuppertal verliert gerade und auch zukünftig weiter durch zwingend nötige Sparmaßnahmen erheblich an Attraktivität. Muss da auch noch einer der wenigen Pluspunkte, nämlich die schnell erreichbare reizvolle Landschaft, die direkt auf den Höhen beginnt, Stück für Stück zerstört werden? Wäre hier nicht die große Chance, die viel beschriebene Nachhaltigkeit in der Stadtplanung zu leben, für kommende Generationen Ressourcen, die nicht nachwachsen, zu schützen, aktiven Klimaschutz zu betreiben?
Eine Stadt mit rückläufigen Bevölkerungszahlen kann vor niemandem verantworten, dass ihr Flächenverbrauch steigt und gleichzeitig bereits verbrauchte Flächen brach liegen. Hier sind intelligente und kreative Nutzungsideen gefragt. Damit könnte Wuppertal in Krisenzeiten punkten, Lebensqualität erhalten und Weitblick zeigen.
Alle Pläne, die die Kleine Höhe als bergisches Kulturland mit ihren wichtigen ökologischen Funktionen nicht nachhaltig schützen, müssen endgültig vom Tisch!
Jutta Hauenschild, Bürgerinitiative Kleine Höhe
30.12.2009
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